Kompositbogen Bauanleitung

Verbundbogen Bauanleitung

Ihr gesamtes Wissen über den Verbundbogen stellen sie in Form einer umfassenden und verständlichen Bauanleitung zur Verfügung. Handelsübliche Nachbildung eines Hunnen-Verbundbogens aus Fiberglas. Das Janitscharenpaar und seine Bögen: Mit einer kegelförmigen Filzhaube der Bektaschimönche, eingewickelt in einen Tarantel, deren Füße in Stiefeln mit hohem Schaft stecken, tragen sie auf dem Haupt eine wichtige Bewaffnung, den Kompositbogen. Die Bogenmaterialien: Hörner: Im Reich der Tiere gibt es keinen Mangel an Hornen, die für Kompositbögen geeignet sind; in ganz Asien ist das Lieblingsmaterial seit Tausenden von Jahren das Wasserbüffelhorn.

In Japan wurden im Mittleren Osten manchmal Walbärte für Kurzbögen benutzt. Auch in Europa wurde Steinbockhorn eingesetzt, es wird z.B. bei der Produktion eines Verbundbogens durch die griechischen Pandare in der Ilias erwähn. Auch lange Hörner von Rindern könnten benutzt werden, aber sie sind empfindlicher in der Handhabung, da sie dazu tendieren, sich zu delaminieren.

In Ungarn kannte man eine besondere Rinderart mit Grauhorn, die zuverlässiger sein sollte. Das Indianerhorn des Bergschafs wurde von den Indianern bevorzugt, so dass auch Ramshorn (Bisonhörner sind zu kurz), gelegentlich das Eskimohorn der Moschusochse verwendete. Aus technischer Sicht ist das Büffelhorn jedoch immer noch die erste Wahl für Kompositbögen und andere Hörner.

Horne von raren Albino-Wasserbüffeln wurden von Chinesen, Japanern und Japanern zu besonders wertvollen Bögen mit einem transparenten Hornunterbau weiterverarbeitet, so dass der Bogenkern durch das Hochtonhorn sichtbar war. Vor dem Aufkleben dieser transparenten Hornbänder auf den Holzkern durch den Bogenmacher malte er die Holzfläche mit farbenfrohen Charakteren, Jägerszenen und sagenumwobenen Gestalt.

Nach dem Aufkleben der Bänder ermöglichte das gewölbte, geschliffene Horn, die farbenfrohen Abbildungen durch das gewölbte Horn wie durch einen Lese-Stein zu vergrößern. Holz: Nahezu jede Nation hatte ihre eigene Präferenz für die Wälder, die für Bogenkerne und -enden benutzt wurden. Kaseinkleber wurde kaum eingesetzt. In einigen konservierten Kompositbögen wurden Gerbstoffe wie Bleiklar oder Gerbstoff im Klebstoff entdeckt, wahrscheinlich um die Feuchtigkeitsempfindlichkeit zu reduzieren.

Abdeckmaterialien: Fertighorn und Kompositbögen wurden in der Regel mit einer Schutzschicht gegen Nässe versehen, oft nur mit der Sehnenabdeckung, wodurch das Instrument gut sichbar war. In Verbundbögen, die um 1400 v. Chr. in ägyptischen Grabstätten gefunden wurden, wurden die Birkenrindenstreifen noch über den Rundbogen geleimt, so dass sie das Waldhorn abdeckten, um die Konstruktion sicher zu verschleiern.

Spätere asiatische Reflexbögen wurden hauchdünne Birkenrindenstreifen in der Regel schräg über die Sehnenabdeckung geleimt, weniger oft in Längsrichtung. Die Hupe bleibt ersichtlich. Bogenbau: Die Montage der Einzelteile erfolgte in der Regel wie folgt: Zuerst stellte der Bogenmacher die hölzernen Kerne für die Bögen her, die er durch Absägen, Langhobeln und Reiben herstellen wollte.

Im Falle asiatischer Reflexbögen bestanden die hölzernen Kerne aus mehreren Abschnitten, in der Regel aus fünf. Danach sah der Burger die Hornbänder, die Außenkurven der Tierhörner, ab. Dann wurden sie auf den Bügel geklebt, so dass die Spitzen der Bläser beider Bläser im Bügelgriff kollidierten. Anschließend mussten die Hornleisten gründlich enfettet werden.

Das Hornstreifenmaterial wurde von den Türken und Arabern für mehrere Woche in Naphtha, eine Benzinart, gegeben. Nachdem die hölzernen Kerne fertiggestellt und die Hupen gefettet waren, konnte die Montage beginnen: Zur Verklebung der Hornleisten mit dem Holzkern war es zunächst notwendig, eine größtmögliche Passgenauigkeit zwischen ihnen zu erreichen. Es gleicht einem hölzernen Fahrrad-Lenker mit einem scharfen, austauschbaren Schaber in der Mittel.

Hornleiste und Holzkern wurden dann in einen Schraubstock o.ä. gespannt, und der mit beiden Armen gehaltene Schaberhalter wurde wie ein Ziehmesser mit dem Schaber in Längsrichtung über die zu klebenden Flächen geschoben, bis sie sich nahtlos ineinander einfügen. Soll der Hornband plan auf das Nutzholz aufgeklebt werden, wurde zunächst eine Flachklinge zum Glattwalzen des Hornbandes aufgesetzt.

Außerdem wurde der hölzerne Kern geschliffen. Hatte die Hornleiste jedoch einen Sichelquerschnitt, wurde ein runder Schaber eingesetzt, aber für die Fläche des Holzkernes wurde eine buchförmige Schneide eingesetzt, die paßt. Bei einer flachen Passform wurde eine Flachklinge mit Verzahnung eingesetzt, bei einer sichelförmigen Passform wieder eine Rundlinie für das Rohr und eine gebogene für das Rohr, allerdings mit Verzahnung, wodurch die Verzahnung des Schachtes der einen und die Kurve der anderen Klingen exakt aufeinander abgestimmt sein mussten, wenn sie aneinander gepresst wurden.

Anschließend wurde das Gerät in Längsrichtung über die zu klebenden Flächen gestülpt, was zu passgenauen Falten oder Nuten führte. Sie hatten den Sinn, die Klebefläche zu vergrößern: Der Klebstoff kann nicht gut in das Hornsystem vordringen, da er nur wenig durchlässig ist. Wurden die Hand- und Hornflächen nun veredelt und präzise angepasst, könnten sie wieder kurz gefettet (Fingerabdrücke) und dann sofort mit einer dÃ??nnen Klebelösung imprÃ?gniert werden, damit der Kleber spÃ?ter beim Verleimen nicht so sehr vom Holz aufgenommen wird.

Nun wurden die Bauteile zum Verkleben vorgeheizt, so dass der Haut-/Fischkleber nicht so rasch vergilbte und der Burger mehr Zeit hatte. Nun wurden die erwärmten Holzkerne und Hornleisten mit ziemlich dickem Kleber großflächig verteilt und gleich zusammengepresst; nun kam ein anderes Gerät zum Einsatz, nämlich ein Holzhebel von etwa einer Ellenlänge, an dessen unteren Ende ein Holzblock mit einer Führungsnut oder einem Bohrloch ausgebildet war.

An den vorgeheizten Bügel wurde ein sehr langes, dünnen Strang gebunden, der dann durch die Führungsnut des Holzhebels mit zwei Umdrehungen nach oben geschoben wurde, von wo aus der restliche Teil des Strangs zu Boden war. Nun wurde der hölzerne Anker mit seinem untersten Ende auf den geklemmten Bügel gepresst und so um ihn herum bewegt, dass sich das Drahtseil eng um die hölzerne Seele und die Hornleisten wickelte.

Also wurde der gesamte zu klebende Hornband mit einem Kabel gewickelt und befestigt. Beim Wickeln der zu verklebenden Bauteile mit einem Seilarm wurden die Hartholz- und Hornleisten mit so großer Wucht zusammengepresst, dass der überflüssige Klebstoff aus den Verbindungsstellen herausfegte und alle eingeklebten Luftbläschen herauswusch. Das Ergebnis war eine ultradünne, strapazierfähige Klebverbindung zwischen dem Holzkern und dem Hornbau des Verbundbogens.

So wurden die Bögen, mit einem Tau eingewickelt, noch einmal aufgewärmt, damit sich der Klebstoff in der Klebverbindung ein letztes Mal auflösen konnte. Nachdem die mit Horn bedeckten Bugkerne ausgetrocknet waren, wurde das Pressenseil abgespulr. Mitten im Griff des Bugs, wo sich die Horndüsen trafen, befand sich nun eine Spalte im Hornbau des Bugs.

Zum Verschließen wurde er einige wenige Zentimeter in den Holzstrang kreuzweise gesägt, so dass sich der Schnittspalt leicht nach innen ausbreitete. Nun trafen die Hornbänder in der Mitte des Griffs auf diese kreuzweise eingesetzte Elfenbeinplatte, die die Türken Chelik genannt haben. Auch andere Volksgruppen benutzten dafür Brennholz, einige auch mehrere solcher Keil aus Horn und Bein aneinander, Z. B. die Chinesen. Für die Herstellung von Brennholz wurde das Brennholz verwendet.

Wäre von vornherein ein einzelner, sehr langes Hornblatt benutzt worden, das von einem Ende des Bogen zum anderen ging, war dies unnötig. Die Sehnenabdeckung wurde oft so auf dem Holzbrett aufgezogen, dass sie an den Bogenseiten ein wenig, am Bugbauch bis auf wenige Zentimeter herunterlief.

Die Radialtrockenspannung der Sehnenabdeckung hielten dann nach dem Austrocknen den Hornband zusätzlich so, dass er nicht aus dem Brennholz geblasen werden konnte, da der Bezug die Holz/Horn-Leimfuge überlag. Die Tangentialtrockenspannung des Bezugs verursachte den Reflexionsweg und stellte den Hornband unter Spannung. Auch auf die Ausdünnung der Sehne, die sich zu den Enden des Bogens hin immer mehr ausdehnt, wurde geachtet; sie sollte in den Biegeteilen der Gliedmaßen am dickste sein.

Wurden die Schleifenrohlinge dann gut abgetrocknet, fing die eigentliche Aufgabe an: Nun musste jeder Einzelbogen gestillt werden, d.h. der Bäcker nahm einen seiner Bögen und bog ihn zunächst ein wenig von der Hand. Er betrachtete die Wölbung des Bogenstiels aufmerksam, um Orte zu entdecken, die nicht ausreichend gebogen waren.

Hätte er eine starre Flecke in der Wölbung gefunden, nahm er ein Schwert, eine Feil oder ähnliches und kratzte sorgfältig ein paar Hörner vom Bugbauch weg, aber keineswegs von der Sehnenabdeckung! Danach beugte er den Bügel wieder, um zu prüfen, ob sich die reparierte Fläche richtig beugte, und suchte dabei nach anderen Stellen, die zu starr waren, die er dann reparierte, etc.

Also spürte der Schöpfer allmählich und beharrlich seinen Weg nach vorne, bis sich der Bug so weit richtig verbog, dass eine Bogenschnur gedehnt werden konnte. Jetzt musste er den Bügel nicht mehr von alleine biegen; er rupfte sorgfältig die Bügelschnur, achtete sehr auf die Wölbung, verbesserte sie, zückte die Schnur wieder heraus, verbesserte sie wieder, usw., bis er den Bügel nahezu vollständig herausziehen konnte.

Letztendlich funktionierte der Brenner nur mit Schleifpapier, ganz am Ende der Bodenbearbeitung nur mit der Warmherzigkeit einer kleinen Fackel. Schließlich kratzt er das Rohr nicht mehr ab, sondern erwärmt das Rohr (auf keinen Falle die Sehnenabdeckung) im nicht richtig gebogenen Bogenbereich, wodurch das Rohr durch die Erwärmung etwas weicher wird und nachgibt.

Der Schleife könnte dann mit Birkenrindenstreifen, Ledern usw. abgedeckt werden, um die Sehnenabdeckung vor dem Eindringen von Feuchtigkeit zu bewahren. In der Regel nicht von einem Brenner, sondern von einem Fachmann gestrichen, verzinnt und lasiert; es mussten sehr elastische Anstriche verwendet werden, da sich der Bügel hin und her bewegte.

Aufgrund der aufwendigen Herstellungsmethode in den Werkstätten wurden die meisten Komposit-/Hornbögen in Serienfertigung mit einem Master, Assistenten, Lehrenden und Knechten hergestellt. Mit einer fertigen, monatelang getrockneten Sehnenabdeckung wurden die Hornbänder zu einer zweiten Reihe verklebt, danach mussten sie auch einige Woche lang getrocknet werden, und während dieser Zeit wurden Hornbänder und -kerne für die dritte Reihe gesägt, Tierstränge in Faser geschlagen usw. Die Hornbänder wurden dann auf die zweite Reihe verklebt.

Aus der türkischen Sprache wissen wir, dass die Ausbildung eines Bogenmacherlehrlings bis zu 10 Jahre dauerte, während er im ersten Jahr der Ausbildung nur bei der Berufsausübung zuschauen durfte. Viel Übung und körperliches Verstehen war und ist notwendig, um einen Kompositbogen zu konstruieren. Vor allem muss ein Verbundbogner gut haften können.

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